Liseberg verklagt Trygg-Hansa: Oceana-Brand Entschädigungsstreit

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Liseberg verklagt Trygg-Hansa: Oceana-Brand Entschädigungsstreit

Ein verheerender Brand zerstörte am 12. Februar 2024 die Baustelle des Wasserparks Oceana im Freizeitpark Liseberg, kurz vor der geplanten Eröffnung. Nun klagt Liseberg gegen die Versicherungsgesellschaft Trygg-Hansa, die eine Entschädigung von über einer Milliarde Schwedische Kronen verweigert, mit der Begründung, Liseberg habe kein versicherbares Interesse.

Klage gegen Trygg-Hansa eingereicht

Liseberg hat Klage beim Bezirksgericht Stockholm gegen Trygg-Hansa erhoben, um eine Entschädigung von 1.020.000.000 Schwedischen Kronen zu erwirken. Diese Summe deckt die geschätzten Sachschäden ab, die durch den Brand am 12. Februar 2024 an der Oceana-Baustelle entstanden. Zusätzlich fordert Liseberg Verzugszinsen und die Übernahme der Gerichtskosten. Andreas Andersen, Geschäftsführer von Liseberg, erklärt, die Klage sei notwendig, da Trygg-Hansa die Entschädigung verweigert, obwohl Liseberg die Projektversicherung abgeschlossen und das zerstörte Eigentum besitzt. „Es ist nicht nachvollziehbar, dass Liseberg die Versicherungsentschädigung verweigert wird, weil die Versicherungsgesellschaft der Ansicht ist, dass andere Parteien als Liseberg fahrlässig gehandelt haben“, sagt Andersen.

Massive Schäden durch den Oceana-Brand

Der Brand ereignete sich kurz vor der Eröffnung des Wasserparks Oceana, als die Bauarbeiten fast abgeschlossen waren. Er verursachte erhebliche Sachschäden, deren Kosten für Abriss, Räumung, Dekontaminierung und Wiederherstellung des Bauzustands auf über eine Milliarde Schwedische Kronen, etwa 92 Millionen Euro, geschätzt werden. Liseberg, alleiniger Eigentümer des beschädigten Eigentums, finanziert den Wiederaufbau des Projekts, das als bedeutendes Bauvorhaben mit mehreren beauftragten Auftragnehmern geplant war.

Versicherungsstreit um Entschädigung

Für das Oceana-Projekt hatte Liseberg eine umfassende Allgefahrenversicherung bei Trygg-Hansa abgeschlossen, die Sachschäden abdecken sollte. Diese Projektversicherung war speziell darauf ausgelegt, finanzielle Risiken bei einem großen Bauprojekt mit mehreren beteiligten Auftragnehmern abzusichern. Nach dem Brand beantragte Liseberg eine Entschädigung, unter anderem für die Wiederherstellungskosten. Am 30. Juni 2025 lehnte Trygg-Hansa den Antrag ab und argumentierte, Liseberg habe kein versicherbares Interesse an Oceana und somit keinen Anspruch auf Entschädigung. „Dass Trygg-Hansa nun versucht, die Verantwortung zu umgehen, indem sie behauptet, Liseberg habe keinen Schaden erlitten, ist schwer nachvollziehbar“, betont Andreas Andersen.

Trygg-Hansas Argumentation

Trygg-Hansa stuft nicht ein, dass Liseberg selbst fahrlässig gehandelt habe. Stattdessen begründet die Versicherungsgesellschaft die Verweigerung damit, dass zwei von Liseberg beauftragte Auftragnehmer den Brand durch grobe Fahrlässigkeit verursacht hätten. Folglich habe Liseberg keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen, selbst wenn es Eigentümer des zerstörten Eigentums ist und die Versicherung abgeschlossen hat. Andersen hält diese Argumentation für unverständlich, da die Versicherung auch solche Szenarien abdecken sollte. Er betont, dass Trygg-Hansas Weigerung, die Verantwortung zu übernehmen, schwer nachvollziehbar sei und Liseberg daher gezwungen sei, gerichtlich sein Recht prüfen zu lassen.

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