Nach jahrelanger Hängepartie: Weg frei für Themenhotel im Plopsaland

Dienstag, 24. Februar 2026, 10:18

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Nach jahrelanger Hängepartie: Weg frei für Themenhotel im Plopsaland

Endlich ist die jahrelange Hängepartie vorbei – Plopsaland-Fans dürfen jubeln: Der Weg für das erste eigene Themenhotel im Plopsaland Deutschland ist frei! Der belgische Betreiber Plopsa hat die letzte große Hürde genommen und baut eine moderne eigene Kläranlage direkt auf dem Gelände in Haßloch. Damit ist die zentrale Voraussetzung für das Hotel und die große Vision einer echten Mehrtagesdestination erfüllt.

Mehr als 800.000 Menschen besuchten das Plopsaland Deutschland im vergangenen Jahr, eine Million sind das erklärte Ziel. Statt nur für ein paar Stunden zu kommen und wieder zu gehen, sollen die Gäste künftig bleiben können – vom Tagesausflug zur ganzjährigen Übernachtung im eigenen Themenhotel. Der Gemeinderat hatte bereits 2021 die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen, doch die Abwasserfrage blockierte alles. Die bestehende Teichkläranlage reicht für den Ausbau nicht aus: Die Abwassermenge würde von derzeit rund 20.000 auf bis zu 75.000 Kubikmeter pro Jahr steigen. Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd hatte einen Weiterbetrieb der alten Anlage bei Erweiterung untersagt.

Bernd Beitz, Direktor Deutschland der Plopsa-Gruppe, ist spürbar erleichtert: „Der ausschlaggebende Faktor für den nun eingeschlagenen Weg war, die rechtliche Unsicherheit endlich zu beenden. Lange Zeit hingen wir in der Luft.“ Nun gebe es erstmals eine belastbare Perspektive. Bereits in der kommenden Woche ist ein erster Abstimmungstermin mit der SGD Süd geplant, um technische Anforderungen und den Genehmigungsprozess zu klären.

Verschiedene Varianten wurden jahrelang geprüft – darunter eine neue Druckleitung mit geschätzten Kosten von fast sieben Millionen Euro, wovon mehr als drei Millionen allein auf den Park entfallen wären. Auch eine Variante, bei der Plopsa die Leitung zunächst selbst finanziert und später an die Gemeindewerke übergibt, stand im Raum. Am Ende fiel die Entscheidung bewusst für die eigene Kläranlage. „Es hätten viele Leute beteiligt werden müssen, die eigentlich nichts damit zu tun haben“, erklärt Beitz. Die eigene Lösung sei der zeitlich schnellste, unkomplizierteste und günstigste Weg für alle Beteiligten – niemand müsse zusätzliche Beiträge leisten, das Risiko von Widersprüchen sei geringer. Die Umsetzung sei innerhalb von etwa ein bis anderthalb Jahren möglich.

Gleichzeitig plant Plopsa den Erwerb des angrenzenden Aumühle-Geländes für weitere Übernachtungsmöglichkeiten wie Ferienhäuser oder -wohnungen. Insgesamt will das Unternehmen in den kommenden Jahren rund 100 Millionen Euro in den Standort investieren. Dazu gehört auch das neue Freizeitbad Plopsaqua auf dem Gelände des ehemaligen Badeparks. Die Baugenehmigung liegt bereits vor, aktuell fehlt nur noch die Freigabe zur Absenkung des Grundwassers.

Die Koalition im Haßlocher Rathaus aus SPD, FWG und CDU begrüßt den Schritt ausdrücklich als „nachhaltige, genehmigungsfähige und wirtschaftlich sinnvolle Lösung“. Sie schaffe Planungssicherheit für Park und Gemeinde und mache einen Beschluss zur geplanten Abwasserdruckleitung überflüssig. Für die gesamte Region ist das eine starke Nachricht: Das Plopsaland bleibt wichtiger Arbeitgeber, Wirtschaftsfaktor und touristischer Magnet.

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