Foodies und Disney-Fans, aufgepasst! Im Japan-Pavillon des EPCOT startet gerade das brandneue Frühlingsmenü bei Takumi-Tei – und es ist ein kulinarisches Meisterwerk, das weit über normales Themenpark-Essen hinausgeht. In diesem exklusiven Omakase-Restaurant taucht man für zwei Stunden tief in die japanische Kultur ein. Jedes Detail ist von der Saison inspiriert und ändert sich mit jeder Jahreszeit komplett. Wer einmal dort war, kommt meistens wieder.
„Omakase“ bedeutet „Überlasse es dem Chef“ – und genau das leben Chef Shingo in der Küche und Yuki im Service perfekt aus. Das Menü erzählt in jedem Gang eine eigene Geschichte und lässt einen die japanische Kultur richtig spüren. Besonders das neue Frühlingsmenü überzeugt mit frischen, leichten Aromen und wunderschönen Kirschblüten-Motiven, die die Jahreszeit optisch wie geschmacklich feiern.
Schon beim Betreten des Restaurants, das „Haus des Handwerkers“ heißt, fühlt man sich sofort in eine ruhige, meditative Welt versetzt. Fünf Räume, jeweils von einem natürlichen Element inspiriert – Wasser, Holz, Erde, Stein und Washi-Papier –, schaffen eine ganz besondere Atmosphäre. Von den Stühlen über die Wanddekoration bis zu den Untersetzern steckt überall Bedeutung drin, die einen komplett in die japanische Ästhetik eintauchen lässt.
Zur Auswahl stehen das volle Sieben-Gänge-Omakase-Menü mit vegetarischer Variante oder ein etwas leichteres Semi-Course-Menü. Als echter Foodie habe ich mich natürlich für das komplette Programm entschieden – und wurde nicht enttäuscht. Den Auftakt bildet das Ichiju Sansai mit drei saisonalen Köstlichkeiten: Meerbrasse im Sakura-Stil mit essbarem Goldblatt, leicht frittierter Tofu in seidiger weißer Miso-Brühe mit japanischem Senf und eingelegter Kirschblüte sowie Lachsrogen und Frühlingsgemüse in weißem Sesamdressing mit Silberblatt. Ein schöner Moment war, als alle gleichzeitig die Deckel hoben – ein einfacher, aber magischer Start. Die Suppe war für mich der absolute Star, das Silberblatt ein echter Hingucker. Vegetarier bekommen statt Lachsrogen zusätzliches Frühlingsgemüse mit demselben Silberblatt.
Danach kommt der gekühlte saisonale Appetizer mit einer optisch spektakulären holzkohle-gegrillten Rasiermuschel und Tataki-Style spanischer Makrele, serviert in einer echten Muschelschale und verfeinert mit Seeigel, Wasabi-Gelee, Eigelb-Essig-Emulsion, feinem Myoga und essbaren Blüten. Wer eine Schalentierallergie hat, erhält stattdessen verschiedene saisonale Gemüse mit seidigem Wasabi-Gelee und essbaren Blütenknospen. Meine Tischnachbarn waren von der Originalversion richtig begeistert.
Der dritte Gang, der Spring Hanami Huassun Platter, ist ein frühlingshafter Traum mit Kirschblüten-Dekor. Bei der omnivoren Version gibt es unter anderem Saikyo-Miso-gegrillte Flunder, Pferdemakrele-„Kosode“-Sushi, Tintenfisch und Komatsuna-Grün mit geröstetem Sesamdressing, Nanban-Style marinierten Fisch mit Paprika-Bernstein-Gelee, traditionelles Tamagoyaki, zart geschmorte Garnelen und Saubohnen in jade-farbener Dashi-Brühe. Die Flunder war der klare Hit am Tisch. Auch die vegetarische Variante mit Holzkohle-gegrilltem Daikon Dengaku in Yuzu-Miso, Spinat-Temari-Sushi und weiteren raffinierten Bissen hat voll überzeugt.
Einer meiner persönlichen Favoriten war der geschmorte Gang: ein perfekt zubereiteter leichter Grünling mit Lotoswurzelklößchen, blütenförmig geschnittenem Daikon, saisonalem Grün und einer feinen Kombination aus Pflaumensauce und frischem Yuzu – einfach himmlisch.
Beim Hauptgang hat man die Qual der Wahl: knuspriges Tempura von Japanese Black Wagyu mit Sakura-infiniertem Kartoffelpüree und süßer Sake-Velouté, als Upgrade das Holzkohle-gegrillte Japanese Black Wagyu Sirloin, das wirklich wie Butter auf der Zunge zergeht, oder knuspriges fächerförmiges Garnelen-Tempura. Die vegetarische Variante mit tiefgebratenen Gemüsespießen, demselben Püree und karamellisierter Zwiebel-Ponzu-Sauce war ebenfalls ein voller Erfolg.
Der Reisgang mit gepresstem Aalsushi, geraspeltem Ei auf subtiler Sansho-Pfeffer und einer roten Misosuppe mit Spinat und seidigem Tofu bildet den perfekten Übergang zum Dessert – inklusive eines Origami-Huts als süßes Andenken.
Den krönenden Abschluss machen drei saisonale Desserts: ein Erdbeer-Baked-Cheesecake mit Milch-Karamell, Schlagsahne und Viola-Blume, hausgemachtes Erdbeer-Daifuku mit Sakura-Kristall-Gelee und hausgemachtes Sakura-Mochi mit Salz-eingelegter Kirschblüte. Dazu wird frischer Matcha direkt am Tisch zubereitet – ein ritueller Moment, der das ganze Erlebnis abrundet. Als Teeliebhaber fand ich das besonders schön.
Abgerundet wird alles durch perfekt abgestimmte Wein- und Sake-Pairings, Cocktails und sogar importiertes japanisches Wasser. Takumi-Tei ist ein gehobenes Signature-Dining-Erlebnis. Entsprechende Kleidung wird empfohlen, da man durch den Park laufen muss.
Für alle, die im EPCOT etwas wirklich Besonderes suchen, ist Takumi-Tei ein absolutes Muss. Das neue Frühlingsmenü ist jetzt verfügbar – reserviert euch unbedingt einen Tisch und lasst euch von Chef Shingo verzaubern. Ich kann es kaum erwarten, im Sommer wiederzukommen!
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